Amazons Überarbeitung der Lagerhaltungspolitik bis 2025: Ein strategisches Gebot für Händler im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Rentabilität

Amazon, der globale E-Commerce-Riese, hat seine Bestandsmanagement-Richtlinien für 2025 grundlegend überarbeitet. Analysten bezeichnen dies als eine fundamentale Neuausrichtung der Wirtschaftlichkeit seines Logistiknetzwerks. Die Strategieänderung, die preisgünstige, schnelllebige Waren priorisiert und auf ein volumenbasiertes Lagergebührenmodell umstellt, birgt ein komplexes Spektrum an Herausforderungen und Chancen für die zahlreichen Händler.

Das überarbeitete Rahmenwerk stellt Amazons jüngsten Schritt zur Optimierung seines weitverzweigten Logistik-Ökosystems hinsichtlich Geschwindigkeit und Dichte dar. Im neuen System werden die Lagergebühren in Amazons Logistikzentren nun primär anhand folgender Kriterien berechnet:

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Das Unternehmen orientiert sich bei der Lagerhaltung nicht mehr allein am Gewicht, sondern am Volumen des Warenbestands. Gleichzeitig priorisieren seine Algorithmen zunehmend kleinere, kostengünstigere Artikel für eine optimale Platzierung und schnellere Abwicklung, um der Kundennachfrage nach einer schnellen Lieferung von Alltagsartikeln gerecht zu werden.

Eine Zwickmühle für Verkäufer

Diese strategische Neuausrichtung erweist sich für Drittanbieter, die über 60 % der Umsätze auf der Plattform generieren, als zweischneidiges Schwert. Anbieter von kompakten, umsatzstarken und preisgünstigen Produkten – wie Kosmetikartikel, Accessoires und kleine Elektronikartikel – könnten sich dadurch einen deutlichen Vorteil verschaffen. Ihre Produkte entsprechen den neuen Effizienzkennzahlen, was potenziell zu geringeren Lagerkosten und einer besseren Sichtbarkeit in Amazons Such- und Empfehlungssystemen führt.

Umgekehrt geraten Verkäufer von sperrigen, schwer verkäuflichen oder mittel- bis hochpreisigen Artikeln – darunter bestimmte Haushaltswaren, Sportgeräte und Möbel – unter unmittelbaren Druck. Die volumenbasierte Gebührenstruktur kann ihre Lagerkosten erheblich in die Höhe treiben, insbesondere bei Artikeln, die viel Platz beanspruchen, sich aber langsamer verkaufen. Dies schmälert die Gewinnmargen und zwingt zu einer kritischen Überprüfung der Preisgestaltung, der Lagerbestände und der Produktportfolio-Strategien.

Der datengetriebene Weg zur Anpassung

Als Reaktion auf diese Veränderungen lenkt Amazon die Aufmerksamkeit der Verkäufer auf eine Reihe verbesserter Analyse- und Prognosetools innerhalb von Seller Central. Das Unternehmen betont, dass der Erfolg unter den neuen Bedingungen denen gehören wird, die einen konsequent datengestützten Ansatz verfolgen.

„Die Richtlinie für 2025 bedeutet nicht nur eine Gebührenänderung, sondern ist ein Auftrag für ausgefeilte Bestandsverwaltung“, erklärt ein mit Amazons Systemen vertrauter Supply-Chain-Experte. „Händler müssen nun die Nachfrageprognose präziser gestalten, Verpackungen optimieren, um das Volumengewicht zu reduzieren, und strategische Entscheidungen zur Bestandsauflösung treffen, lange bevor langfristige Lagergebühren anfallen. Es geht hier um operative Reife.“

Ein überzeugendes Fallbeispiel liefert „HomeStyle Essentials“, ein Anbieter von Küchen- und Haushaltsartikeln. Angesichts prognostizierter Kostensteigerungen im Rahmen des neuen volumenbasierten Modells nutzte das Unternehmen Amazons Dashboards zur Bestandsleistungsanalyse und Nachfrageprognosetools, um eine umfassende SKU-Rationalisierung durchzuführen. Durch die Auslistung übergroßer Artikel mit geringem Umschlag, die Neugestaltung platzsparender Verpackungen und die Abstimmung von Bestellungen auf präzisere Verkaufsdaten konnte HomeStyle Essentials die gesamten Fulfillment- und Lagerkosten im ersten Quartal nach Einführung der neuen Richtlinien um 15 % senken.

Weiterreichende Implikationen und strategische Perspektive

Amazons Richtlinienaktualisierung unterstreicht das kontinuierliche Bestreben des Unternehmens nach effizienteren Lieferketten und Lagerhaltungssystemen, insbesondere angesichts weltweit steigender Betriebskosten. Sie bietet Händlern Anreize, zu einem dichteren und optimierten Warenfluss beizutragen, um letztendlich den Endkunden durch gleichbleibend schnelle Lieferzeiten und eine größere Auswahl an gefragten Produkten zu unterstützen.

Für die Verkäufergemeinschaft ist die Botschaft klar: Anpassung ist unabdingbar. Wichtige strategische Reaktionen umfassen:

SKU-Rationalisierung:Regelmäßige Überprüfung der Produktlinien, um schwer verkäufliche, platzraubende Lagerbestände zu eliminieren.

Verpackungsoptimierung:Investitionen in passgenaue Verpackungen zur Minimierung des Volumens.

Dynamische Preisstrategien:Entwicklung agiler Preismodelle, die die tatsächlichen Speicherkosten berücksichtigen.

Nutzung von FBA-Tools:Die Tools von Amazon zur Bestandsauffüllung, zur Verwaltung von Überbeständen und zum Bestandsleistungsindex werden proaktiv genutzt.

Der Übergang mag zwar für einige Hürden mit sich bringen, doch die Weiterentwicklung der Richtlinien wird als Teil der natürlichen Marktreife betrachtet. Sie belohnt schlanke Prozesse und präzise Datenanalyse und drängt Händler zu einem intelligenteren, statt einfach nur größeren Bestandsmanagement.

Über Amazon
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Veröffentlichungsdatum: 11. Dezember 2025