Informationen zu Spielzeugsicherheitsaktualisierungen: Wichtigste Änderungen der EU-Norm EN71 und der US-Norm ASTM F963

Die globale Spielzeugindustrie sieht sich einem sich ständig wandelnden Umfeld von Sicherheitsbestimmungen gegenüber, wobei in der Europäischen Union und den USA kürzlich bedeutende Aktualisierungen eingeführt wurden. Für Hersteller und Exporteure, die die Einhaltung der Vorschriften und das Vertrauen der Verbraucher wahren wollen, ist es unerlässlich, diese Änderungen zu verstehen.

Aktualisierungen der EU-Norm EN71

Das Europäische Komitee für Normung (CEN) hat mehrere wichtige Überarbeitungen der EN71-Normenreihe vorgenommen und damit die Sicherheitsanforderungen für Spielzeug, das auf den EU-Märkten verkauft wird, verschärft.

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EN 71-2:2020+A1:2025 über Entflammbarkeit

Im Juni 2025 veröffentlichte das CEN die überarbeitete Norm EN 71-2:2020+A1:2025 zur Entflammbarkeit von Spielzeug. Diese Aktualisierung beinhaltet mehrere wichtige Änderungen:

- Neue Definitionenfür „Kosmetikspielzeugsets“, „Geschmacksspielzeuge“ und „olfaktorische Brettspiele“, die den Geltungsbereich der Norm verdeutlichen

- Verbesserte Testmethodenfür Masken und Textilien, um einheitlichere Sicherheitsbewertungen zu gewährleisten

- Erweiterte Toleranz gegenüber Wasserhärtein Waschtestprotokollen, die eine flexiblere Einhaltung ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit gewährleisten

- Weitere Hinweisezur Risikobewertung von Spielzeugkostümen und Kopfbedeckungen

Dieser überarbeitete Standard soll bis Dezember 2025 in den CEN-Mitgliedstaaten zum nationalen Standard werden, wobei konkurrierende nationale Standards bis Juni 2026 zurückgezogen werden sollen.

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Neue Testmethoden für die Chemikaliensicherheit

Die EU hat Anfang 2025 außerdem drei neue Prüfmethodenstandards eingeführt:

- EN 71-15:2025: Misst Formamid in Schaumstoffspielzeugmaterialien

- EN 71-16:2025: Prüfungen auf bestimmte chlorierte Phosphor-Flammschutzmittel (TCEP, TCPP, TDCP)

- EN 71-17:2025: Untersucht bestimmte Isothiazolinone (MIT, CIT, BIT) in wässrigen Spielzeugmaterialien

Vorgeschlagene Spielzeugsicherheitsverordnung

Mit Blick auf die Zukunft hat die EU eine neue Spielzeugsicherheitsverordnung (TSR) entworfen, die die aktuelle Spielzeugsicherheitsrichtlinie (2009/48/EG) ersetzen wird. Zu den wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen gehören:

- Digitale ProduktpässeErsatz der EU-Konformitätserklärungen

- Erweiterte Chemikaliensicherheitsbewertungenunter Berücksichtigung der kombinierten Exposition gegenüber mehreren Substanzen

- Strengere Beschränkungenüber weitere gefährliche Stoffe einschließlich endokriner Disruptoren

Aktualisierungen des US-amerikanischen ASTM-Standards F963-23

Auf der anderen Seite des Atlantiks haben die Vereinigten Staaten die aktualisierte Norm ASTM F963-23 eingeführt, die im April 2024 in Kraft trat. Diese verbindliche Norm führt gegenüber der vorherigen Version mehrere wichtige Änderungen ein:

Erweiterte Phthalatanforderungen

Der aktualisierte Standard gilt nun für0,1%-Grenzwert für regulierte PhthalateFür alle Spielzeuge für Kinder unter 12 Jahren gilt nun eine Prüfung auf Phthalate, die den Richtlinien der CPSC entspricht. Dies formalisiert zwar die bestehende Praxis, unterstreicht aber gleichzeitig die Wichtigkeit umfassender Phthalattests in allen Spielzeugkategorien.

Geänderte Anforderungen für bestimmte Spielzeugkategorien

- Batteriebetriebene SpielzeugeEs muss nun sichergestellt werden, dass die Befestigungselemente an den Batteriefächern während und nach Missbrauchstests sicher befestigt bleiben, auch bei Spielzeugen, die für Kinder über 8 Jahren bestimmt sind.

- Expandierbare MaterialienDer Anwendungsbereich umfasst nun ausdrücklich Spielzeuge, bei denen sich dehnbare Materialien in einer Hülle befinden, die keine Kleinteile enthält und von Kindern aufgelöst, geöffnet oder zerbrochen werden könnte.

- Geräusche erzeugendes Spielzeug: Überarbeitete Grenzwerte für den Geräuschpegel bei Schiebe-/Ziehspielzeugen, Erhöhung des zulässigen Maximalwerts von 85 dB auf 94 dB

Erweiterte Kennzeichnungs- und Prüfvorschriften

Der Standard bezieht sich nun explizit darauf.Anforderungen an Rückverfolgungsetiketten gemäß CPSIADiese Verfahren sind seit Jahren Standard, wurden aber nun formell integriert. Darüber hinaus bietet es mehr Flexibilität bei der Bewertung der Reinheit von Prozesswasser, indem es die Anwendung des neuesten USP<1231>-Standards neben USP 35 ermöglicht.

Auswirkungen für Spielzeughersteller

Für Spielzeughersteller und -exporteure erfordern diese regulatorischen Aktualisierungen mehrere wichtige Maßnahmen:

- Produktdesigns überprüfenim Hinblick auf die neuen Anforderungen an die Entflammbarkeit, insbesondere für Kostümartikel und Spielzeug mit Stoffanteil

- Führen Sie gründliche Lieferkettenanalysen durch.um sicherzustellen, dass die Materialien den aktualisierten Chemikalienbeschränkungen entsprechen

- Aktualisierung der Testprotokolledie überarbeiteten Methoden für physikalische, mechanische und chemische Eigenschaften einzubeziehen

- Führen Sie eine detaillierte Dokumentation.um die Einhaltung aller geltenden Standards nachzuweisen

Unternehmen sollten eng mit akkreditierten Prüflaboratorien zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass ihre Produkte diese aktualisierten Anforderungen erfüllen, bevor diese in ihren Zielmärkten vollständig verpflichtend werden.

Vertrauensbildung durch Compliance

Da sich Sicherheitsstandards stetig weiterentwickeln, beweisen Hersteller, die proaktiv auf diese Veränderungen reagieren, ihr Engagement für Produktqualität und Kindersicherheit. Dieses Engagement stärkt letztendlich den Markenruf und das Vertrauen der Verbraucher auf dem wettbewerbsintensiven globalen Spielzeugmarkt.

Indem sie sich über regulatorische Neuerungen auf dem Laufenden halten und strenge Sicherheitsstandards einhalten, können Spielwarenhersteller nicht nur die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten, sondern auch ihre Marktposition als verantwortungsbewusste Hersteller, die sich dem Wohlbefinden von Kindern verschrieben haben, stärken.

Für weitere Informationen darüber, wie sich diese regulatorischen Änderungen auf Ihre spezifischen Produkte auswirken könnten, wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Anbieter von Spielzeugsicherheitstests oder einen Experten für regulatorische Angelegenheiten.

 


Veröffentlichungsdatum: 24. September 2025