Der Bezirk Chenghai in Shantou, der ein Drittel der weltweiten Plastikspielzeuge produziert, verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 stabile Exporte. Die Hersteller reagierten auf die US-Zolländerungen mit beschleunigten Lieferungen und intelligenten Produktionsmodernisierungen. Obwohl die US-Zölle im April kurzzeitig auf 145 % anstiegen – was zu einem Überangebot an Lagerbeständen für Weihnachtsartikel führte –, nutzten 60 % der Exporteure eine 90-tägige Zollpause (Mai bis August), um pausierte amerikanische Aufträge abzuwickeln. Unternehmen wie Weili Intelligent planten ihre Produktion bis September.
Strategische Anpassungen zur Förderung der Resilienz
Duale Fertigungsstrategie: Angesichts der langfristigen Unsicherheit bezüglich der Zölle führten die Fabriken ein Modell mit Hauptsitz in China und Produktion in Südostasien ein. Während die Werke in Vietnam die Zölle um 15–20 % senkten, verlängerten Engpässe bei Präzisionsteilen dort die Lieferzeiten um 7 %.
Tage. Daher blieben komplexe Aufträge in Chenghai, wo die Lieferketten eine schnelle Prototypenerstellung innerhalb von 15 Tagen für Produkte wie Dinosaurier-Wasserpistolen ermöglichten (monatlicher Absatz: 500.000 Einheiten).
Technologiegetriebene Transformation: Unternehmen wie MoYu Culture veranschaulichen Chenghais Wandel von der Erstausrüstung zur intelligenten Fertigung. Ihre vollautomatisierte Rubik's-Cube-Linie reduzierte den Personalaufwand von 200 auf 2 Mitarbeiter und senkte gleichzeitig die Fehlerrate auf 0,01 %. Die KI-gestützten Würfel vernetzen globale Akteure per App-Integration. Auch Aotai Toys setzt bei seinen elektrischen Wasserpistolen, die mittlerweile 60 % der Produktion ausmachen, auf biobasierte Kunststoffe, um die Haltbarkeit um 50 % zu steigern.
Marktdiversifizierung: Exporteure expandierten in die ASEAN-Staaten und nach Afrika (Auftragsplus von 35 % im Vergleich zum Vorjahr über Vietnam) und steigerten gleichzeitig ihre Inlandsverkäufe. Hunan Sannysondy'sNezhaFiguren, deren Absatz durch einen Kinohit beflügelt wurde, verzeichneten dank zollpolitischer Handelsreformen einen dreifachen Umsatzanstieg im Inland. Auch Wasserpistolen, die sich an Jugendliche richteten, trugen zu einem Produktionswachstum von 20 % bei, da Erwachsene an Wasserfesten teilnahmen.
Richtlinien und Compliance als Wachstumshebel
Der Zoll von Chenghai verschärfte die Qualitätskontrollen und führte die aktualisierten Sicherheitsstandards der ISO 8124-6:2023 ein, um die Einhaltung der Exportbestimmungen zu gewährleisten. Gleichzeitig beschleunigten Plattformen wie JD.com ihre Initiativen zur Förderung des Inlandsabsatzes durch Exporte und beseitigten Hürden bei der 3C-Zertifizierung, um Lagerbestände im Wert von über 800.000 US-Dollar für Spielzeugexporteure wie Xian Chaoqun abzubauen.
Fazit: Globales Spiel neu definiert
Chenghais Spielzeugindustrie floriert dank einer gelungenen Kombination aus Agilität – durch die Nutzung von Zolllücken – und kontinuierlichen Investitionen in Automatisierung und umweltfreundliche Materialien. Wie MoYu-Gründer Chen Yonghuang betont, ist das Ziel, „chinesische Standards weltweit zu etablieren“ und kulturelles geistiges Eigentum mit Industrie 4.0 zu verbinden, um die Exporte zukunftssicher zu machen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der ASEAN-Staaten im Zuge der US-Handelskrise positioniert dieser „intelligente und diversifizierte“ Ansatz Chenghai als Vorreiter der nächsten Ära des Spielens.
Veröffentlichungsdatum: 23. Juli 2025